Wohlbach, 24.-30.06.02




Bericht über die Rüstzeit: vom 07.07. - 20.07.02 in Oeverdiek, am Timmendorfer Strand-West, Ostsee.


Am Morgen des Abreisetages, trafen alle Teilnehmer, Behinderte, Helfer (innen) und Fahrer, am Haus der Hoffnung ein. Kurze Begrüßung, dann ging es ans Verlanden, Behinderte, Koffer, Taschen, Rollstühle und Beutel, natürlich wurde auch um und neu verladen.

Nun fuhren alle so genannten "Landratten" aus der Stadt, um an der Ostsee planschen zu können.

Unterwegs wurde halt gemacht, um noch Behinderte mit zunehmen, um den Hunger zu stillen und andere Bedürfnisse zu erledigen.

Ankunft 17.15 Uhr, Zimmerverteilung, Koffer auspacken, dann zum Abendbrot, ins andere Haus, später noch etwas beisammen.

Montag der 8.07.02 Beginn wie immer mit Frühstück, anschließend haben wir unsere Tischkarten gebastelt, die Vorstellungsrunde durfte auch nicht fehlen. Mittagessen, danach fuhren wir zur Stranderkundung, mussten bis dahin 2,5 km wandern. So hatten wir erst einmal den Strand und die Ostsee gesehen. Nach dem Abendbrot kleines Programm, dann Spiele gemacht, das beliebte Mensch ärgere dich nicht.

Dienstag: Frühstück, dann Bibelarbeit, nach den Mittagessen, auf zum Strand mit Badevergnügen, bei herrlicher Wärme, im Wasser planschen ist wunderbar, wenn auch paar Zuschauer da sind.

Am Mittwoch grau und trübe, Regen wollten in den Hansa-Park, haben es dann doch gewagt und gewonnen, es zog auf, wir alle hatten einen schönen Tag, mit allerhand Belustigung, denn der Park ist wie die Kät, nur viel größer.

Donnerstag: Frühstück, Bibelarbeit, Mittagessen, frei bis drei Uhr, dann Singstunde, Eisessen und Gespräche.

Abends, Dias über eine Chinareise. Wenn man Frühmorgens auf den Gang raus trat, hat man immer zwei muskulöse Herren getroffen und zwar Herrn Chefarzt Dr. Dr. Dominik und Herrn Oberarzt Dr. Dr. med. Estel, angetan mit Op- Handschuhen, aber keine Angst, es wurde niemand aufgeschlitzt, es diente zur Hygiene – für einzelne Herren in den Zimmern, auf den Gang der rechten Seite.

Freitag: Beginn wie üblich, danach Duschen, für alle Rollstuhlfahrer, mit viel Gelächter. Mittag fassen der Lunchpakete ¾ 2 Abfahrt zum Vogelpark, viele Sorten große, bunte und kleine, exotische Vögel, aus allen Ländern. Zu Hause angekommen, war Grillen angesagt. Nach Abendbrot, basteln mit Sand. Dann Beisammensein im kleinen Kreis, mit Gisela, Mirjam, Katrin und Hans-Peter. Viel Spaß dabei, bei einem Schlückchen Wein, es können auch zwei gewesen sein.

Sonnabend : Bibelarbeit, Mittagessen, frei bis ¾ 3, dann ins Meereskundemuseum. Abend wie immer.

Sonntag: Gottesdienst, frei bis 3 Uhr, Kaffeetrinken danach eigene Gestaltung.

Montag: Bibelarbeit, nach dem Essen fort zum Strand, leider viel Tang und unsauberes Wasser, da nachts Sturm war. Ab 20 Uhr, kleines Bergfest, mit Spielen, Getränken, Knapperreien und viel Spaß dabei.

Dienstag: Bibelarbeit, ½ 11 Uhr Abfahrt nach Lübeck, bei Sonnenschein in eine wunderschöne Stadt, Besichtigung der Marienkirche und Holstentor oder auch die Einkaufsmeile unsicher gemacht. Abends Spiele und erzählt

Mittwoch: Bibelarbeit, danach frei, Abends Basteln und Beisammensein.

Donnerstag: oh du Schreck, das Kellergeschoss unter dem Speiseraum, war ersoffen, über Nacht hatte es stark geregnet und viel Wind dazu, die Räume waren neu eingerichtet, als Jugendspielzimmer. Alle Helfer von uns haben mit zugegriffen, Möbel ausräumen, Wasserschöpfen, Fußboden rausreißen u.s.w. Die Innenstadt war auch überschwemmt, Straßen gesperrt, viel Schaden. Abende sind wir noch auf die Seebrücke gefahren, zum Sonnenuntergang, war aber nicht so toll, haben gesungen, die Leute haben Beifall geklatscht.

Freitag: Bibelarbeit, auch schon Koffer vorgepackt. Es wurde noch ein Siel eingeübt, in 4 Gruppen je 8 Personen, über die Rüstzeit, lustige Streiche. Am Abend noch Rückblick, über wenn und aber, der Rüste.

Einige Helferinnen haben gesagt, dass sie keine richtige Vorstellung hatten was auf sie bei einer Behinderten Rüste zukommt, haben aber später mitgezogen. Eines Abends passierte mir Elfriede Fritzsche beim Aufstehen bei Tische ein Freiflug nach unten, der Heimvater hatte es bemerkt, er wollte mich auffangen, sprang mit einer Flanke über einen hinteren Tisch, aber zu spät, er konnte mich nur noch aufheben. Es war Gott sei Dank nichts passiert.

Sonnabend: 20.07.02 ging es heimwärts, alle waren schon früh aufgestanden, die übrigen Sachen kamen noch in die Koffer, das letzte Frühstück einnehmen, wieder alles einschlichten, kleine Andacht, ¾ 10 Uhr Abfahrt.

Unterwegs die Haltestellen, um und ausladen, Abschiednehmen, Fahrt der Heimat zu.

Allen Fahrern (innen) und Helfer(innen) ein herzliches Dankeschön, auch für die jungen Rüstzeitleiter,

Mandy & Gerson, für die gute Führung, "Hut ab".

Den Reise und Rüstzeitbericht nach dem "Hohen Norden an die Ostsee" schreibt in Erinnerung Eure Elfriede