Kirchentag in Dresden , 01.-05.06.





Bericht und Eindrücke vom 33. Deutschen Ev. Kirchentag in Dresden 2011

mit dem CKV Annaberg e.V.


„… Da wird auch Dein Herz sein“

Mein Herz war schon voller Freude, als ich erfuhr, dass ich dieses Jahr mit zum Kirchentag nach Dresden fahren kann. Als ich die Rüstzeittermine von Sebastian Lamm erhalten habe, war ich von Anfang an vom Kirchentag in Dresden begeistert. Meine Mutti war aber der Meinung, dass es für mich sehr anstrengend werden könnte, mit meinem Korsett im Rollstuhl und den vielen Menschen. Wir sprachen immer wieder darüber, bis mich Mutti dann doch für die Rüstzeit in Sellin anmeldete; die Oststee liebe ich ja auch über alles.
Dennoch bewegte mich der Kirchentag immer wieder und ging mir nicht aus dem Sinn.
Als dann das wunderschöne Thema des Kirchentages populär wurde, war ich total fasziniert.
Nun könnt ihr Euch denken, dass ich keineswegs traurig war, als ich erfuhr, dass Sellin schon vollbesetzt ist. Im Gegenteil, ich war überglücklich, dass doch mein Traum vom Kirchentag wahr würde.
Voller Freude und Erwartung fuhr ich am 31. Mai nach Annaberg und von dort aus machten wir uns gemeinsam auf die Reise nach Meißen.
Mit Sonja Seifert und Sebastian Lamm hatte ich schon vorher Kontakt geknüpft und mich gut angefreundet; auch die anderen Teilnehmer waren gleich gute Freunde für mich.
Der erste Abend der Begegnung beeindruckte mich ganz sehr und die Frage, woran mein Herz hängt, bewegt mich immer wieder. Der Eröffnungsgottesdienst wird für mich stets ein unvergessliches Erlebnis bleiben.
Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Menschen erlebt, die miteinander sangen, beteten und ihren Glauben zum Ausdruck brachten. Der gemeinsame Abendsegen am Ufer der Elbe war unbeschreiblich schön und das Lichtermeer tausender Kerzen hat mich sehr berührt.  Herz und Seele wurden von diesem Lichterglanz in Bann gezogen und ich werde das Erlebnis nicht vergessen.
Der Tag war lang und ganz schön anstrengend; aber die vielen Eindrücke haben alle Strapazen vergessen lassen.
Auch das schöne Quartier in Meißen und die liebevolle Betreuung durch Sonja Seifert und Ute Lamm und all den anderen haben mich wieder gestärkt.
In den täglichen Morgenandachten konnte ich wieder neue Kraft schöpfen und voller Erwartungen war ich schon gespannt auf den kommenden Tag.
Am Himmelfahrtstag besuchten wir den ökumenischen Gottesdienst im Stadion, was für mich auch ein ganz großer Höhepunkt war. Ich hatte zuvor noch nie ein so großes Stadion mit soviel Menschenmengen besucht.
Aber durch die gute Organisation und die wohltuende Ruhe und Gelassenheit von Sebastian Lamm hat alles super geklappt.
Was mich ganz fasziniert hat, waren die Bläser- und Sängerchöre. Das gleiche konnte ich auch beim Abschlussgottesdienst erleben. Von allen Seiten der Elbe ertönten Posaunen, Trompeten und die Stimmen der vielen Chöre ließen mein Herz immer höher schlagen. Beim Abendmahl konnte ich noch mal das große Mit- und Füreinander des Kirchentages spüren.
Das Erlebte kann man wirklich kaum in Worte fassen. Man muss es einfach erlebt haben.
Die Tage in Dresden war für mich körperlich auch eine große Herausforderung; aber ich habe die Kraft geschenkt bekommen und was für mich ganz ermutigend war, dass ich überall so akzeptiert wurde, wie ich bin.
Wo es oft hieß, dass geht mit dem Rollstuhl nicht – dies gab es hier nicht. Es wurde alles möglich gemacht und alles durfte ich miterleben.
Dafür danke ich Euch allen; Ihr seid mir gute Freunde geworden und ich freue mich schon riesig auf die nächste Rüstzeit im CKV Annaberg.
Bis dahin Euch eine gute Zeit.

Eure Susann Häcker aus Aue