Akku geladen?

Jeder kennt das: Man greift zum Handy – und da leuchtet einem der rote Balken im kleinen Batterie-Symbol entgegen. Mist - Laden vergessen. Da nützt es auch nichts, dass ich vorgestern doch „besonders gut“ (haha) geladen habe …

Wie fühlen Sie sich – möglicherweise nach dem Urlaub? Ist der Akku wieder voll? Kann es weitergehen? Gut, dass nicht nur die Schüler Sommerferien haben. Schön, wenn man einfach mal raus konnte. Auf der anderen Seite liegt das Schöne manchmal auch so nah, dass man gar nicht weg muss. Allerdings geht es mir wie dem Handy-Akku: Die „schöne“ Ladezeit von vorgestern nützt mir heute nur begrenzt. Ich brauche immer wieder die Zeiten, in denen ich auftanken, nachladen, Kraft sammeln kann.

Was man ganz individuell dazu braucht ist vermutlich genauso vielfältig wie die Urlaubsziele: Stille oder Bewegung, Musik oder irgendetwas bauen bzw. gestalten, Gemeinschaft oder Einsamkeit.

Mir helfen zudem die kleinen Zeiten der Stille mit Gott im Alltag. Viel zu oft übergehe ich diese Momente. „Es ist ja so viel zu tun.“ Oder ich komme gar nicht wirklich zur Ruhe, weil irgendetwas im Kopf weiterrattert. Ich brauche richtige Schutzräume, Inseln im Meer des Alltags, „Reservate“ für ungestörte Zeiten mit Gott.

Und ich brauche die verlässliche Zeit im Gottesdienst: Gemeinschaft, Hören auf Gott, Zeit zum Gebet und zur Anbetung. Auch da kommt immer wieder mal was in die Quere.

Manchmal muss man sich diese Zeiten wirklich freikämpfen. Manchmal braucht es etwas Überwindung. Aber ich merke: für einen vollen Akku muss ich regelmäßig laden. Und die Elektronik-Experten sagen: So gut ist es nicht, damit zu warten, bis der Akku nahezu leer ist. Das ist im Alltag auch so. Jesus nutzt die besonderen Zeiten (Lk 6,12), er betet im Alltag (Mk 1,35). Und er ist regelmäßig in den Synagogen und im Tempel. (Joh 18,20)

Wie lädst du deinen inneren Akku?

Euch allen eine gesegnete Zeit. Euer Tobias Frauenlob.

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