Unter Gottes Schutz- Andacht zu Psalm 34                              

Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen! Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden. Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten. Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
Psalm 34,1-9


David, der König von Israel, hat vor etwa 3000 Jahren gelebt. Er hatte als Herrscher eine große Verantwortung, musste sich um sein Volk kümmern. Gehen wir aber noch ein Stück zurück. Bevor er König wurde, hatte David nicht nur einige große Siege gegen feindlich gesinnte Völker errungen, sondern auch den Riesen Goliath niedergestreckt. Der hatte dem ganzen Volk Angst gemacht! David bekam großes Ansehen im Volk, wurde gefeiert. Deshalb war der amtierende König Saul neidisch auf ihn, was dazu führte, dass David fliehen musste. Die Flucht gelang, er erhielt Hilfe vom Herrn. Das verarbeitet er im Psalm 34. Den wollen wir uns einmal genauer ansehen, denn er kann auch uns eine gute Hilfestellung in unserem Glaubensleben als Christen sein.
Gott zu loben bedeutet, sich daran zu freuen, dass er da ist und hilft. Das kann durch vielfältige Art und Weise geschehen. Nicht nur durch Singen, sondern auch beispielsweise durch Freude an der Natur, den freundlichen Worten eines Mitmenschen oder einem Dankgebet. Ich wünsche uns viel Freude und gute Begegnungen.
Jeder Mensch hat eine Seele, auch vom griechischen her Psyche genannt. Das Wort klingt eher negativ, denken viele dabei doch an die Psychiatrie, wo Menschen ärztlich behandelt werden, denen es nicht gut geht. Aber das stimmt nicht, denn die Seele ist unser Innerstes. Wie das Herz. Ohne Herzschlag können wir nicht leben. In ihr, in unserem Inneren, sind alle Gedanken und Gefühle, die wir Menschen haben. Die wichtigsten drei sind Glaube (dazu kann man auch Vertrauen sagen), Hoffnung und Liebe. Ich wünsche uns Vertrauen auf Gott, Hoffnung, die fröhlich macht und Liebe.
Die Liebe ist das Größte, sagt der Apostel Paulus. Denn ohne sie wären wir zu nichts zu gebrauchen und könnten nicht mit unseren Mitmenschen in Beziehung treten.
David sucht Gott. Er betet und fleht in schwerer Notlage zu seinem Herrn. Gott hilft ihm. Er hilft auch uns. So dürfen wir ihm sagen, was uns bedrückt. Wir dürfen unsere Sorgen, Ängste und Nöte bei Jesus unters Kreuz legen, denn er hat alle Sorgen und Nöte der Welt am Kreuz auf sich genommen. Deshalb feiern wir Ostern. Gerade in diesem Jahr, wo alles nur um Corona, den Lockdown und die Impfung zu gehen scheint, sollten wir uns bewusst machen, was Jesus für uns getan hat und die Osterfreude auch weitergeben.

Diese Freude ist stärker als alles und bringt Hoffnung und Freude auf das ewige Leben mit sich. Ich wünsche uns, dass wir unsere Sorgen und Probleme dem Herrn anvertrauen können und Gewissheit haben, dass er für uns da ist und sich um uns kümmert.
David glaubt an Engel, wenn er vom Engel des Herrn redet. Er ist sich sicher, beschützt und behütet zu sein. Ich glaube auch an Engel. Die sind manchmal unsichtbar, unbegreiflich. Dann passiert meist etwas Erstaunliches, womit ich nicht gerechnet habe. Doch auch unsere Mitmenschen können Engel sein, nämlich dann, wenn sie zur richtigen Zeit für uns da sind, wenn wir Hilfe benötigen.
Mögen Engel an unserer Seite sein, die uns bewahren und behüten.
Schließlich wünsche ich uns, dass wir auch, genauso wie David, Gottes Güte mit allen Sinnen schmecken, sehen, hören, fühlen, erleben und begreifen können. Gottes Schöpfung, die Natur, liefert dazu jetzt im Frühjahr wieder viele wunderbare Gelegenheiten: singende Vögel, den Duft der Blumen und ihre Farben zum Beispiel.
Gott ist für uns da, unser Vertrauen zu ihm wird belohnt. So segne und behüte uns Gott, der Allmächtige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Daniel Franke 2021

 

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website.

Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern.

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten.
Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.